Samstag, 23. Juni 2007

Probability Models 3 Exam

Die letzte Klausur... endlich. Im Grunde hätte ich gerne einen Tag mehr zum lernen gehabt zumal ich am Abend noch leichte Kopfschmerzen hatte (David kam gleich mit Paracetamol an), aber nun gut. Die Klausur begann dieses mal um 9 Uhr im Activities Centre. Imran hatte zur selben Zeit eine Klausur im selben Raum. Als Hilfmittel war ein Taschenrechner erlaubt, den ich mir extra für diese Klausur kaufen musste (30A$). Habe ihn nur für zwei Ergebnisse gebraucht. Marke und Modell musste auf das "Answers Book" geschrieben. Es kam sogar jemand rum, um zu kontrollieren, dass es ein "non-alpha-numeric, non-programmable handeld calculator with all memory ereased" ist. Gleich am Anfang musste ich auf Toilette. Ich wurde bis zur Toilettentür begleitet.

Die Klausur war nicht in Sektionen unterteilt. Es gab 7 Aufgaben zu je einem Thema und mit je 20 marks (also 140 insgesamt, heute mal nicht genau 100).

Aufgaben waren:
  • Herleiten der Formeln für geometrische, binomial- und negtive Binomial-Verteilung.
  • Es gibt durchschnittlich jede Woche einen Blitz. Die Zeit zwischen zwei Blitzen sei Exponentialverteilt.
    • Mit welcher Wahrscheinlichkeit gibt es mindestens 2 Blitze in einem beliebigen Monat?
    • Angenommen, es gab seit 2 Monaten keinen Blitz mehr. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es 3 Monate lang keinen Blitz geben wird?
    • Wieviel Zeit vergeht durchschnittlich, bevor es 4 Blitze gibt?
  • "State and prove the memoryless property"
  • Herleiten der Wahrscheinlichkeitsformel für den Poisson-Prozess
  • Für 3 DTMCs (gegeben als Übergangangswahrscheinlichkeitsmatrizen) die Kommunikationsklassen und ob sie rekurrent oder transient sind bestimmen.
  • Gegeben ist ein DTMC mit 2 Zuständen. Man bestimme die "equilibrium distribution"
  • Man gebe die 3 "physical interpretations" der "stationary distribution" wieder.
  • Gegeben ist ein CTMC mit 3 Zuständen. Man bestimme dessen "steady state distribution" und die entsprechende "embedded markov chain".
  • Eine M/M/1/GD/∞/∞-Warteschlange als CTMC modellieren.
  • und dessen "steady state distribution" bestimmen.
  • Und wann ist dieser CTMC rekurrent (in Abhängigkeit von μ und λ)?
Am schwierigsten war die Herleitung des Poisson-Prozesses. Beim Durchgehen meiner Unterlagen fiel mir auf, dass dies auch in der Vorlesung unvollständig behandelt wurde. In den "Planning Notes" auch auf eine andere Weise, die ich nicht nachvollziehen konnte. Bevor ich mich diesem Teil widmen konnte, hieß es sowieso bereits 'Stift hinlegen'. Die letzte Gleichung habe ich noch zuende geschrieben.

Es wurde uns übrigens explizit gesagt, welche Beweise wir können müssen und welche nicht. Der Poisson-Prozess gehörte dazu.

Gleich nach der Klausur ging ich zum Salamanca Market. Es war die letzte Gelegenheit für mich auf dem Markt etwas zu kaufen. Am nächsten Samstag bin ich auf dem "Winter Trip" des "White Water Rafting Clubs". Und am Samstag darauf bin ich hoffentlich in Sydney.

Auf dem Salamanca Market kommen einem regelmäßig Personen entgegen, die sich untereinander auf Deutsch unterhalten. Der Mann am "German Sausages"-Stand meinte, es kämen "massenhaft" Deutsche vorbei. So viele, er könnte sich den ganzen Tag auf Deutsch unterhalten. Seine Würstchen sind übrigens selbstgemacht, ob Thüringer, Weißwurst oder "Beef Bratwurst".

Am Abend war dann Kneipentour angesagt. Zuerst ins "Knopwood's Retreat" (genannt: "Noppies"), danach ins "Quarry". Bevor ich rein konnte wollte der Wächter erst einmal meine (und nur meine) "ID" sehen: Ich sehe wohl 6 Jahre zu jung aus. Das "Quarry" Nobelschuppen der deutlich teurer ist als die anderen Kneipen. Dafür gibt's aber auch 'nen live-DJ und eine besondere Toilette. Die Pinkelrinne ist ein halbdurchlässiger Spiegel! Vor der Benutzung musste ich erstmal sicherstellen, dass mich die Mädels auf der anderen Seite nicht sehen können. Als ich ein weiteres mal austreten musste wischte eine Frau mit einem Taschentuch am Spiegel entlang (von innen). Eine andere zeigte dann von der Spiegelseite auf die aktuelle Position des Taschentuches. Ganz so undurchsichtig war der Spiegel wohl doch nicht.

Weiterhin wollten wir in den "Telegraph" (genannt: "Tellie"), der war aber brechend voll. In den "Irish Murphy's" lies man Jimmy (Hans-Jörg) nicht rein, weil dem Wächter seinen Internationalen Studierendenausweis als Altersnachweis nicht ausreichte. Es ging also zurück zum Quarry.

Mittwoch, 20. Juni 2007

Cradle Mountain Reloaded

Es gab zwei Duschen, davon war eine (immer noch) in Reparatur. So mussten wir nacheinander Duschen. Gut, dass nicht auch noch andere Gäste zur gleichen Zeit Duschen wollten.

Gefrühstückt haben wir in einem kleinen Café, in dem wir die einzigen Gäste waren. Meine "Pan Cakes" waren aber luftig und lecker. Dann fuhren wir nochmal zum First Basin.


Am Parkpllatz begrüßen uns drei Pfaue.


Von der Seilbahn war Max ganz angetan. Angeblich soll sie von Doppelmayr gebaut worden sein. Einen Hinweis darauf haben wir aber nicht gefunden.


Auf der Hängebrücke


Jörg, Rosi, Max


Schlittschuhlaufen?

Nächstes Ziel war Cradle Mountain. Unterwegs hielten wir bei der "Marakoopa Cave" an. Um 11:45 Uhr kamen wir an, um 12 Uhr war die nächste Guided Tour. Hätte nicht besser passen können. Die Tour kostet immerhin 15 A$ und dauert eine Stunde.

In der Nähe des Eingangs darf nicht fotografiert werden, wahrscheinlich um Tiere (Spinnen und "glow-worms", die an der Decke hängen) mit dem Blitz nicht zu verwirren. Max durfte ein Foto ohne Blitz von einer Spinne machen. Natürlich total verwackelt.


Lichterstraße durch die Höhle. Der Führer macht sie je nach Bedarf an- und aus.


Pinguine uns ein Emu. Genau hinschauen!


Die Stalagmiten und Stalaktiten würden in einigen zehntausend Jahren zusammenwachsen. Der Führer (links) schlägt vor, wegen der Inflation schon mal eine Tour für die Enkel zu buchen. Vor 20 Jahren hätte die Tour nur 1.50 A$ gekostet. Aber es wäre ja sowieso egal, denn in spätestens 200 Jahren hätte sich die Menschheit sowieso ausgerottet.


Deckendekoration


Wasserspiegelung


Weg zur Marakoopa Cave. Der Guide kommt gerade von seiner Arbeit.

Las war am Parkplatz vom Lake Dove ankamen war es kalt und feucht. Zuerst hatten wir vor, den Cradle Mountain zu besteigen. Dafür war das Wetter jedoch zu ungünstig. Stattdessen beschränkten wir uns auf Marion's Lookaut, von dem wir (hoffentlich) einen schneebedeckten Cradle Mountain sehen könnten.


Vor dem Dove Lake, beginn der Wanderrouten.

Unterwegs begann es zu regnen, zu schneien und der Wind zu wehen.

Auf halben Wege kehrten wir um (auf dem Bild Max, Rosi und Jörg vor dem Lake Lilla). Bei dem Nebel hätten wir Cradle Mountain sowieso nicht sehen können.


Jaa, Schnee! Mit Australien verbindet man nicht gerade Schneestürme, oder?


Lake Lilla fließt in den Lilla Creek ab.

Dann machten wir uns auf dem Rückweg. Am Rande des "Great Lake" begann es heftig zu schneien. Da man in Australien keine Winterreifen kennt muss Max entsprechend langsam fahren. Die Fahrt nach Hobart konnte also noch Stunden dauern.


Schneegestöber

Irgendwo waren die Straßen auch wieder schneefrei. Wir kamen gegen 21 Uhr in Hobart an.

Die Kneipe "mayf" hat Mittwochs eine Aktion. Von 8:30 bis 9:30 und 23:00 bis Mitternacht Uhr heißt es "toss the boss". Nach jeder Bestellung wirft die Bedienung eine 20-cent Münze. Zeigt sie das, was man vorher gewählt hat ("Head" oder "Tail") war es umsonst. Klar, Jörg's Lieblingsort. Max, Rosi und ein paar der anderen Österreicher waren auch da. Die Kneipe sieht übrigens deutlich heruntergekommener aus als auf den Fotos auf der Website.

Mein erstes Bier bekam ich tatsächlich umsonst, allerdings nur ein kleines. Als ich beim nächsten mal, 3 Minuten vor Mitternacht, ein "large beer" bestellte, bekam ich ein Glass Wasser?!? Ja, es war ziemlich laut, aber was hat die Bedienung verstanden? Immerhin war es umsonst, auch ohne dass eine Münze werfen.

Alle Fotos der Bay Tour:
Bay Tour

Dienstag, 19. Juni 2007

Freycinet Peninsula

Eine Tasmanien-Reise kann nicht komplett sein ohne dass man Wineglass Bay gesehen hat. Alle sagen, es wäre einer, wenn nicht der schönste Ort in Tasmanien. Jörg hat mit Max, einem der Österreicher gesprochen. Dieser will ebenfalls dorthin. Für die letzten Tage in Tasmanien hat er einen Wagen gemietet. Max, Jörg, Rosvita (genannt Rosi, Mitbewohner von Max und gerade auf einer Round-The-World-Tour nach einem Auslandssemester in Kananda) und ich machten uns heute um 8 auf den Weg.


Die gestreiften Kühe von Tasmanien. Ausnahmsweise auch mal eingezäunt.


Der Mt. Wellingtion ist schon lange schneebedeckt. Die Landschaft hier auch.

An manchen Stellen ist die Straße gefroren und Winterreifen kennt man in Australien nicht. Folglich gab es auf dem Tasman Highway einen Unfall. Die Straße war gesperrt und wir mussten einen recht großen Umweg in kauf nehmen. Im Radio war von sehr vielen Unfällen überall in Tasmanien die Rede.

Gegen Mittag kamen wir am Parkplatz des Freycinet Nation Park an. Es geht zu Fuß weiter. Es gibt zwar viele Wege, aber fast alle sind gesperrt, warum auch immer. Es bleibt quasi nur ein Weg übrig.


Mt. Amos (454m) von dem man einen wunderschönen Blick haben soll. Die meisten Bilder von der Winglass Bay sind von dort oben gemacht worden.


Seltsame Steinformationen


Lookout (fast) auf dem Weg. Das ist der Wineglass Bay. Einmal ohne mich...


... und einmal mit.


Am Strand angekommen. Zum Schwimmen war es leider zu kalt.


Ein paar hübsche Wellen gibt es.


Und man sollte ihnen nicht zu nahe kommen: Max.


Max, Rosi, Jörg.

Es ging weiter zum Hazard Beach auf der anderen Seite. Dafür muss man nur den kleinen Wald auf dem schmalen "Neck" überqueren.


Hazard Beach


Ja, ja, die nächste große Welle kommt bestimmt.


Jörg, Max, Rosi. Max malt "TASMAMNIA 2007" in den Sand. Jetzt als Überschrift dieses Blogs zu sehen.

Der Weg zurück zum Parkplatz ist etwa länger, da er an der verwundenen Küste entlang führt. Er führt durch einen anscheinend toten Wald. Habe schon schöneres geshen.


Seltsame Pflanzenmarkierung

Als nächstes geht es mit dem Auto weiter nach Norden: "Bay of Fires". Schon der Name hört sich verlockend an. Die Aborigines sollen an diesem Strand regelmäßig Feuer gemacht haben.


Regenbogen unterwegs.

Die "Bay of Fires" besteht aus mehreren Abschnitten. Beim zweiten von ihnen machen wir halt und ich bin in der Tat überrascht. Der Sand ist sehr weich, man sinkt bis zu 5cm ein. Der Sand am Wineglass Bay dagegen war Beton-hart. Die Wellen sind noch ein deutliches Stück größer. Leider setzt die Dämmerung ein. Fotos lassen sich nicht wirklich gut machen.


Bay of Fires


Jörg auf dem Felsen. Auf diesem Felsen haben wir einige Fotos gemacht. Ich musste beim Fotografieren immer wieder einer Welle ausweichen, die in unregelmäßigen Abständen ankamen. Kaum sind wir einer Welle ausgewichen, warnte ich schon vor der nächsten. Diese war nur deutlich größer als alle Vorigen. Ich habe sie vollkommen unterschätz und bin bis zu den Knien klitschnass geworden.


An dieser Stelle hat es mich erwischt.


Max, Rosi, Jörg, Ich


Wellen


Sonnenuntergang

Am linken Ende des Strandes konnten man die Wellen gegen eine Felswand schlagen sehen. Es ist zwar schwer zu schätzen, aber das Wasser spritzte bestimmt 10 Meter hoch.

Dann fuhren wir nach Launceston. Die Fahrt dorthin dauerte auf der kurvigen Strecke sehr lang. Laut Jörg soll der "First Basin" Nachts wunderbar beleuchtet sein. Bis auf die Lampen am Wegesrand war dort aber nichts. Höchstens im Müll wühlende Opossums.


Wir checkten ins Irish Murphys ein, dem Backpacker, in dem wir auch letztes mal waren. Mit 4 Personen bekamen wir unser eigenes 6er-Zimmer. Nicht verändert hat sich die nicht vorhandene Scheibe in einer Nebentür im Flur. Im Winter eher unangenehm. Im Wohnzimmer hat ein neuer Fernseher die zwei alten (die vor allem Schneegestöber zeigten) ersetzt. Außerdem ist ein Internetautomat hinzugekommen. Lädt quasi zum Hacken ein. Leider war er ausgestöpselt und Lust hatte ich am späten Abend auch nicht.

Wir gingen ein bisschen durch sie Stadt, hauptsächlich um was essbares aufzutreiben. Die einzigen Autos auf der Straße sind viel zu schnell fahrende Tuning-Autos. Aus gutem Grund traut sich wohl niemand anders um diese Zeit auf die Straße.

Letztenendes landen wir im Pizza Hut, bei dem wir anfangs schon mal waren wir aber dann weiter sehen wollten. Des Rest des Abend verbrachten wir in der Bar des Irish Murphys. Diesmal gab ein Solo-Multitalent sein Bestes für das spärliche Publikum. Außerdem war deutlich früher Schluss, so dass wir keinen Lärm von unten beim Einschlafen ertragen mussten.

Montag, 18. Juni 2007

Human-Computer Interaction Exam

3 Tage später nun die Human-Computer Interaction-Klausur. Wir langsam zur Routine. Sie fand ebenfalls um 13 Uhr im "Activities Centre" statt. Wieder 3 Stunden + 15 Minuten Lesezeit. Im Unterschied zu meinen anderen Klausuren durften wir ein beidseitig handbeschriebenes A4-Blatt mitnehmen.
Beim Hereingehen unterhielt ich mich mit Helmut darüber, dass in der Vorlesung das (unvollständige) RYB-Farbmodell benutzt wurde. Und prompt wurden wir darauf hingewiesen, dass wir im Prüfungsraum nicht reden dürften. Hey, man kann es auch zu ernst nehmen! Und ich kann es so nicht ernst nehmen.

Die Klausur bestand aus zwei Abschnitten:
  • Section A: 8 Fragen mit je 5 marks; 9 Minuten und ein Paragraph pro Frage (mit dem Paragraphen kam es nicht hin)
  • Section B: 4 Aufgaben mit je 20 marks; nur 3 mussten bearbeitet werden; 36 Minuten pro Aufgabe
Beispielfragen aus Section A:
  • "A owner of a fashion store wants you to create a website. He wants that his favourite colour (orange) is used. Suggest a colour scheme and explain why. Keep in mind that also colour-blind people might use it."
  • Dieses Bild (man konnte jeden einzelnen Pixel erkennen) mit der Aufgabe: "The projector screen can be lowered and raised using the switch on the right wall (indicated by the arrow). The other are light switches. Evaluate the design in context of the usability principles. How can the useability be improved?"

    (www.baddesigns.com)
Beispielfragen aus Section B:
  • Ein Review der Homepage ein Hotelkette (ich finde sie leider nicht wieder). Ein Screenshot zeigte die Seite im Safari-Browser, allerdings mit Fehlern. Anscheinend hat Dr. Lueg es nicht hinbekommen, nur die Webseite zu drucken. Im Text stand extra noch, dass man den (Desktop-)Hintergrund seinen MacOS ignorieren sollte.
  • "Imagine it is 2036 and desktop PC's are as rare as Tasmanian Tigers. Instead the concept 'invisiable computing' and wall-size screens are used. Discuss the interaction possibilities that might be used."
Dieses mal hatte ich zu wenig Zeit. Insbesondere das Website-Review kann Zeit verschlingen. Erst Recht, wenn man nach Thema sortieren will.

Das mit dem "wall-size screen" hätte man irgendwie vorausahnen können. Fast jede Woche erzählte Dr. Lueg von der großen Frage, wie man solch große Bildschirme benutzen würde. Neue Konzepte wären gefragt. Eigentlich hätte ich aber auch erwartet, dass mehr über die Useability von Mobilgeräten kommen würde, weil es mehr das Metier von Dr. Lueg ist (als Website-Design).

Mit spezieller Erlaubnis darf man als Fremdsprachiger ein zweisprachiges Wörterbuch mitnehmen. Helmut hat das gemacht. Am Ende erzählte er mir, er hätte auch mal nachgesehen, wie ein Wort richtig geschrieben wird. Außerdem sah er sich auch noch den Regenbogen draußen an (der ist mir nicht mal aufgefallen). Entweder schreibt er schnell oder wenig. Ich schreibe lieber 10 Wörter, davon 2 falsch statt nur eines, aber dafür richtig. Rechtschreibung wird glücklicherweise nicht bewerten. Oder doch? Uiuiui... Hoffentlich kann man meine Schrift entziffern.

Sonntag, 17. Juni 2007

Koala Snack

Kennt noch einer diese Schoko-Koalas auf diesem Bild?

(Quelle: http://www.meloncorp.com/arch/0131/0131.shtml)

Seit meiner Kindheit habe ich diese nicht mehr gesehen. Und was habe ich im Supermarkt gefunden:


Besonders Erwähnenswert finde ich, dass der Aufdruck - obwohl Koalas ja etwas typisch australisches ist - in Chinesisch und Japanisch ist. (Zugegeben, die Rückseite ist auf englisch).

Ich werde jetzt genüsslich Koalas verspeisen.

Nachtrag: So ein Betrug, die sind von innen Hohl! Nur der Innenrand ist mit Schokolade bedeckt. Und die Schokolade ist auch ganz anders, vor allem härter. Und gerade mal 49g in der Schachtel.

Freitag, 15. Juni 2007

Advanced Dynamic Web Development Exam

4 Tage später nun die Advanced Dynamic Web Development-Klausur. Dauer: wieder 3 Stunden + 15 Minuten Lesezeit. Aber dieses mal war ich im "Activities Centre", der Raum ist deutlich größer und somit wurden hier noch ein paar mehr Klausuren geschrieben. Warum sind es eigentlich nur ältere Damen, die Wache schieben? Eine von Ihnen sagt den auswendig gelernten Sätze auf. Und natürlich wird genau auf die Uhr gesehen, damit wird auf die Sekunde genau anfangen können.
Es gab wieder 100 marks, aber nur zwei verschiedene Abschnitte. Die Fragen waren diesmal nicht von früheren Klausuren abgeschrieben. Der Dozent war deutlich kreativer.
  • Section A: 30 Fragen mit je 2 Punkten; 1-4 Zeilen pro Antwort
  • Section B: 4 Aufgaben mit je 10 Punkten
In der Lesezeit habe ich die Fragen nur überflogen. Mit war Zeit zum Schreiben wichtiger. Gleich bei den ersten 2 Fragen kamen Unklarheiten auf. Der Dozent ging zwischen den Tischen entlang, aber ich wollte erst am Schluss fragen, wenn ich noch Zeit gehabt hätte. Leider war der Dozent nur die erste halbe Stunde da. #%#&! Später erzählte man mir, wenn ein Fehler in der Fragestellung gefunden würde, gibt es für alle volle Punktzahl.

Beispielfragen aus Abschnitt A:
  • "Draw a diagram of a XHTML file with its start and ending <html>, <head> and <body> tags. Mark where PHP tags can be inserted" - Was ist ein Diagram einer XHTML-Datei? Sollte ich einen Baum zeichnen? Und was soll das mit den PHP-Tags? Die dürfen grundsätzlich überall hin, sogar zwischen "HT" und "ML". Nach der Ausführung kommt ein gültiges Dokument heraus. Überhaupt: XHTML wurde in der Veranstaltung kein einziges mal erwähnt. In jedem Beispiel und jeder Übung wurde nur "<br>" benutzt, in der Klausur plötzlich "<br/>"?
  • "Describe 2 (TWO) ways how super globals are used in PHP. Explain 2 (TWO) super global variables." - Ich kenne deutlich mehr als 2 super globals, aber welche 2 Wege sie zu benutzen ist gemeint? Wert lesen und setzen? "register_globals = on/off"?
Es ist nicht so, dass die Klausur (wie auch bei Computer Networks) nur aus solchen fragwürdigen Fragen bestand. Diese sind mir eben nur im Gedächtnis geblieben.

Beispielfragen aus Abschnitt B:
  • Es war ein kleines Programm gegeben, das Lücken hatte. Es wurde eine MySQL-Datenbank nach Werten abgefragt. Es fehlten insbesondere Aufrufen wie "mysql_select_db", "mysql_query" und "mysql_fetch_array" oder "mysql_fetch_row".
Ich hatte mal wieder so ziemlich genau so viel Zeit, wie ich brauchte. Die Frage ist nur wieder, habe ich das geschrieben, was man von mir erwartete? Und wenn dieser blöde Tisch nicht gewackelt hätte... In der Uni Bar war die Tischfläche übrigens größer.

Montag, 11. Juni 2007

Computer Networks Exam

Heute war also um 13 Uhr meine erste Klausur. 3 Stunden lang + 15 Minuten Lesezeit, in der man aber auch schreiben durfte. Die Klausur fand in der Uni Bar statt, die dafür etwas umgebaut wurde. Unter anderem wurde sie zweigeteilt, so dass in beiden Teilen Klausur geschrieben werden kann.

Das wohl interessantere ist, dass mehrere Klausuren im gleichen Raum geschrieben werden. Ein Zettel am Eingang informiert welche und welche Hilfsmittel erlaubt sind. 5 Minuten vor 13 Uhr durften wir rein. Auf jedem Tisch lag ein gelbes, 8-seitiges "Answer Book" und ... die Klausur! Reinsehen darf man aber noch nicht. Eine Frage sagt über ein Mikrofon alle Regeln auf. Sollte irgendetwas gefunden werden, was nicht erlaubt ist (u.a. Nahrungsmittel) kann das zum Rauswurf von der Uni führen. Stifte wurden nicht explizit erwähnt.

Die Klausur selbst ... naja, weiß noch nicht was ich von der halten soll. Sie war in 3 Sektionen eingeteilt:
  • Section A: 15 Fragen mit je 2 marks. Veranschlagte Zeit: 30 Minuten
  • Section B: 6 Aufgaben mit je 5 marks: Veranschlagte Zeit: 75 Minuten
  • Section C: 4 Aufgaben mit je 10 marks. Veranschlagte Zeit: 75 Minuten
  • Summe: 100 marks
Schwierig war es zu schätzen, wie viel man schreiben sollte. Für mache ist nur ein Stichwort passend. Für andere könnte ich Romane schreiben. Aus ADWD gibt es folgende Angaben:
  • Section A: 1 - 3 Zeilen (für zwei marks sollte die Antwort aber länger sein als ein Stichpunkt)
  • Section B: halbe Seite
  • Section C: ganze Seite
Beispielfragen aus Section A:
  • "What is the maximum cable length in a 1000Base-T ethernet network?" - Was, außer "100m" sollte ich noch schreiben?
  • "A wireless network is connected without access point. What is the name of this type of connection" - Wireless networking kam gar nicht in der Vorlesung vor. Die Antwort ist "Ad-hoc network".
  • "The binary value 10111001 is to be transmitted using odd parity. What is the value of the parity bit?" - Odd/even parity wurde ebenfalls nicht in der Vorlesung erwähnt. In den Klausuren der letzten Jahre gab es jedoch schon einmal eine solche Frage, so dass ich vorbereited war. Die Anrwort ist "0".
Beispielfragen auf Section B:
  • "Give an overview how a simple client would be programmed using the Sockets interface. You do not need to write any code, but you should mention the relevant system calls and their purpose." - In Java oder C? In der Vorlesung kam beides dran. Da von System Calls die Rede nehme ich mal C an.
Beispielfragen aus Section C:
  • "A company has applied for and received a network address 212.151.9.0. As the system administrator of the company, you want to subdevide your physical network into 3 subnets, which will be interconnected by routers. Each subnet has 25 hosts." - Dann wurde in den Unterpunkten nach den Subnetzaddressen, die erste benutzbare Addresse und die Broadcastaddresse jedes Subnetzes gefragt. Dann wurde aber auch gefragt, welche Befehle ich in den Cisco-Router 1700 eingeben muss, damit es funktioniert. 'Computer Networks' sponsered by Cisco?
Die Fragen sind zu einem großen Teil aus den früheren Klausuren einfach übernommen oder leicht verändert worden. In den früheren Klausuren wurde auch nach dem Paketformat von RIPv2 gefragt. Wozu gibt es Nachschlagewerke, wenn ich das auswendig wissen muss? Glücklicherweise blieb mir so etwas erspart. TCP z. B. hat ein paar mehr Felder als RIP.

Im Prinzip wusste ich alles. Die große Frage ist nur, was wollten die von mir wissen? Ich habe bei den meisten Fragen bestimmt nicht zu wenig geschrieben. Einige gaben schon nach 2 Stunden ab.